Einen ungefährlichen Testgegenstand auswählen

Wählen Sie eine unkritische Datei, die bereits im Sicherungsumfang liegt. Ein selbst erstelltes Textdokument mit Datum und einem eindeutigen Satz eignet sich für den ersten Versuch. Speichern Sie es im vorgesehenen Arbeitsordner und lassen Sie einen regulären Sicherungslauf abschließen. Notieren Sie den Zeitpunkt, damit später nicht versehentlich eine ältere Sicherung ohne diese Datei ausgewählt wird.

Für einen zweiten Versuch können Sie das Dokument kontrolliert ändern und erneut sichern. Dadurch lässt sich prüfen, ob das Verfahren mehrere Versionen aufbewahrt. Verwenden Sie keine vertraulichen Kundendaten als Übungsmaterial. Der Test soll den Ablauf klären, ohne zusätzliche Kopien sensibler Inhalte an ungeplanten Orten zu erzeugen.

Die Sicherung über den vorgesehenen Weg öffnen

Starten Sie die Wiederherstellungsfunktion des verwendeten Programms. Manche Sicherungen bestehen aus gewöhnlichen Dateien, andere aus einem besonderen Archivformat. Kopieren Sie bei einem solchen Format nicht wahllos einzelne interne Bestandteile heraus. Nutzen Sie das zugehörige Werkzeug und prüfen Sie, ob es auf einem Ersatzcomputer verfügbar wäre.

Melden Sie sich mit dem dafür vorgesehenen Konto an und entsperren Sie die Sicherung, falls sie verschlüsselt ist. Wenn das Kennwort nur auf dem zu sichernden Rechner gespeichert ist, zeigt der Test bereits eine Lücke. Legen Sie den Wiederherstellungsweg so fest, dass ein verlorener Laptop nicht zugleich den einzigen Zugang zum Backup mitnimmt.

Wählen Sie den gewünschten Zeitpunkt und suchen Sie die Datei über ihren ursprünglichen Ordner. Prüfen Sie Name, Größe und sichtbaren Inhalt, soweit die Vorschau das erlaubt. Ein gleichnamiges Dokument aus einem anderen Projekt kann sonst unbemerkt als erfolgreicher Test gelten.

An einen getrennten Ort wiederherstellen

Verwenden Sie einen neuen lokalen Testordner außerhalb der ursprünglichen Arbeitsablage. Achten Sie auf die Wahl zwischen Ersetzen, Wiederherstellen und Wiederherstellen an einem anderen Ort. Beim Dateiversionsverlauf von Windows lässt sich über die erweiterte Wiederherstellungsoption ein anderes Ziel auswählen. Bestätigen Sie keine Überschreibwarnung, solange nicht eindeutig ist, welche aktuelle Datei betroffen wäre.

Öffnen Sie die zurückgeholte Datei mit der zugehörigen Anwendung. Prüfen Sie nicht nur, ob das Symbol erscheint: Stimmen die erwarteten Inhalte, lässt sich das Dokument vollständig lesen und sind eingebettete Elemente vorhanden? Bei einem Test mit zwei Versionen sollte die ältere Version tatsächlich den früheren Satz enthalten. Eine leere oder unvollständige Datei erfüllt den Zweck nicht, auch wenn der Kopiervorgang erfolgreich war.

Repräsentative Daten ergänzen

Nach dem einfachen Test wählen Sie einige unterschiedliche, bereits gesicherte Dateitypen. Eine Tabelle, ein Bild und ein Projekt mit verknüpften Dateien können unterschiedliche Anforderungen zeigen. Kopieren Sie dabei nur Material, zu dessen Verwendung Sie berechtigt sind, und halten Sie den Testbereich entsprechend geschützt. Bei Fachanwendungen kann ein kontrollierter Import in eine getrennte Testumgebung erforderlich sein.

Prüfen Sie auch einen weniger häufig genutzten Ordner. Oft liegt das eigentliche Problem nicht im Wiederherstellungswerkzeug, sondern in einer unvollständigen Auswahl bei der Sicherung. Ein Ordner auf einem zweiten Laufwerk oder ein nur online vorhandenes Dokument kann fehlen, obwohl der Hauptordner zuverlässig gesichert wird.

Wenn eine Datei fehlt, suchen Sie zunächst nach Ausschlüssen, dem letzten erfolgreichen Sicherungszeitpunkt und dem tatsächlichen Speicherort. Löschen Sie keine alten Sicherungsstände, um einen Fehler zu bereinigen. Halten Sie den bisherigen Zustand fest und korrigieren Sie erst anschließend den Umfang für neue Sicherungen.

Den nächsten Test vereinfachen

Dokumentieren Sie Datum, Sicherungsziel, verwendetes Programm, getestete Dateien und das Ergebnis. Notieren Sie auch, wie lange das Auffinden und Wiederherstellen dauerte. Für eine kleine Büroumgebung ist die Frage wichtig, ob eine berechtigte Vertretung denselben Ablauf ohne improvisierte Passwortsuche durchführen könnte.

Wiederholen Sie den Test nach einem Wechsel von Sicherungssoftware, Zielmedium oder Verschlüsselung und in einem zum Arbeitsrisiko passenden Rhythmus. Entfernen Sie anschließend die nicht mehr benötigten Testkopien nach Ihren normalen Ablageregeln. Behalten Sie die eigentlichen Sicherungen unverändert bei. Ein erfolgreicher Test gilt für den geprüften Umfang und Zeitpunkt, nicht als unbegrenzte Garantie für jede zukünftige Sicherung.

Planen Sie dabei auch einen einfachen Ersatzrechner-Fall auf Papier: Woher kommt die Wiederherstellungssoftware, wie wird das Sicherungsziel angeschlossen und welches Konto entsperrt es? Sie müssen dafür nicht sofort einen weiteren Rechner beschaffen. Schon die Reihenfolge kann eine zirkuläre Abhängigkeit offenlegen, etwa wenn die einzige Anleitung selbst nur in der noch verschlüsselten Sicherung liegt. Halten Sie notwendige Hilfsmittel getrennt verfügbar. Für zeitkritische Unterlagen kann ein zusätzlicher lesbarer Export sinnvoll sein, sofern er geschützt und ebenfalls aktuell gehalten wird. Er ergänzt das eigentliche Backup, ersetzt aber nicht dessen vollständigen Wiederherstellungsweg.

Quellen und weitere Informationen